Schwäbisch Hall Integration (Druckversion)

Lexikon für Zuwanderer

03. Wohnungssuche

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Wohnung zu finden.

  1. Sie fragen bei Ihrer Gemeindeverwaltung, ob diese Ihnen Vermieter nennen kann, beziehungsweise welche ortsansässigen Wohnungsbaugesellschaften/Baugenossenschaften (siehe auch im Telefonbuch) Wohnungen vermieten.
  2. Kreiskurier (Schwäbisch Hall), Wochenzeitung (Crailsheim) und Hohenloher Wochenpost (Crailsheim) sind Zeitungen, die an alle Haushalte im Landkreis wöchentlich kostenlos verteilt werden. Im Anzeigenteil sind unter „Vermietungen“ Wohnungsangebote zu finden.
    Selbstverständlich können Sie in den genannten Zeitungen auch selbst eine kostenpflichtige Anzeige aufgeben, wenn Sie eine Wohnung suchen. Telefonnummern für die Anzeigenredaktion finden Sie im Anzeigenteil selbst oder im Telefonbuch.
  3. Sie können sich über Immobilienmakler eine Wohnung suchen lassen. Für die Vermittlung einer Wohnung müssen Sie jedoch Maklergebühren bezahlen. Fragen Sie, wie hoch diese sind, bevor Sie einen Makler beauftragen.

1.  Mietvertrag
  
Bollten Sie mit dem Vermieter ein Übergabeprotokoll erstellen, in dem eventuell vorhandene Mängel der Wohnung festgehalten werden. Achten Sie auch auf die Kündigungsfrist, diese beläuft sich in der Regel auf drei Monate.evor Sie die Wohnung anmieten, sollten Sie sich erkundigen, ob und welche Nebenkosten jeden Monat neben der Miete anfallen. Den Mietvertrag sollten Sie schriftlich schließen und alle Vereinbarungen darin aufnehmen, da mündliche Absprachen später häufig zu Streit führen. Lesen Sie den Mietvertrag gründlich durch, bevor Sie ihn unterschreiben. Achten Sie genau auf zusätzlich eingefügte Nebenbestimmungen und lassen Sie sich bei Unklarheiten beraten. Bei der Übergabe der Wohnung s

Die Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Mieterverbandes (Deutscher Mieterbund e.V.)

 

Die Kosten für die Anmietung einer Wohnung setzen sich wie folgt zusammen:
 
a)   Mietkaution
Diese darf maximal drei Nettokaltmieten betragen. Sie wird als Sicherheit auf ein Sparbuch für den Vermieter hinterlegt, falls der Mieter Miete oder die Nebenkosten nicht bezahlt oder Schäden in der Wohnung verursacht.
Nach Beendigung des Mietverhältnisses bekommt der Mieter die Kaution zuzüglich Zinsen zurück, sofern keine Beträge wie zum Beispiel vom Mieter zu vertretene Schäden von der Kaution abgezogen werden.
 
b)   Kaltmiete
Diese wird in der Regel spätestens am 3. Tag des Monatsanfangs an den Vermieter überwiesen.
 
c)   Warmmiete
Diese setzt sich zusammen aus der Kaltmiete und den Nebenkosten.
In der Regel bezahlt man an den Vermieter gemeinsam mit der Miete eine monatliche Nebenkostenpauschale für Heizung, Warmwasser, Wasser und Müll (siehe 7. Abfallentsorgung im Landkreis Schwäbisch Hall). Klären Sie ab, welche Nebenkosten über den Vermieter laufen. Zum Jahresende wird der tatsächliche Verbrauch auf den entsprechenden Uhren abgelesen und eine Nebenkostenabrechnung auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs erstellt. Es stellt sich dann heraus, ob die monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen ausreichend waren, oder ob Nachzahlungen fällig sind.

Weitere Nebenkosten werden meistens nicht mit dem Vermieter abgerechnet, sondern direkt mit dem Anbieter. Sie sollten sich sofort nach Wohnungsbezug darum kümmern.

  • Strom: es gibt mehrere regionale und überregionale Stromlieferanten. Es lohnt sich, die Tarife zu vergleichen. In Tageszeitungen werden oft Preisvergleiche der Stromanbieter veröffentlicht (siehe Telefonbuch).
  • Eventuell Gas: Die Stadtwerke Crailsheim und Schwäbisch Hall beliefern jeweils die eigenen Bewohner, die restlichen Kreisangehörigen Gemeinden werden von der EnBW Ellwangen beliefert (siehe Telefonbuch).

    
2. Hinweise für Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosengeld II-Empfänger

Fragen Sie vor Abschluss des Mietvertrages bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter beim Sozialamt bzw. beim Jobcenter, ob die Wohnung von der Größe her und dem Höchstbetrag für Kaltmiete angemessen ist und die Kosten vom Sozialamt bzw. dem Jobcenter übernommen werden.
Der zukünftige Vermieter stellt Ihnen zur Vorlage beim Sozialamt oder dem Jobcenter eine Mietbescheinigung aus. Sollte eine Mietkaution vom Vermieter verlangt werden, so müssen Sie einen Antrag auf Zusicherung der Übernahme der Mietkaution ebenfalls vor Abschluss des Mietvertrages stellen! Erst nach erfolgter Zustimmung kann die Mietkaution in der Regel als Darlehen übernommen werden.
Für manche angebotenen Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein (WBS) notwendig. Unter bestimmten Einkommensgrenzen kann auch Wohngeld beantragt werden. Fragen Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung bzw. bei der Wohngeldstelle im Landratsamt nach.


3. Wohnberechtigungsschein (WBS)

 
Unter bestimmten Voraussetzungen und Einkommensgrenzen können Sie einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Die Vorlage des Wohnberechtigungsscheines ist Voraussetzung, um eine billige Sozialwohnung mieten zu können. Den Wohnberechtigungsschein erhalten Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

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